Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kaltgang im Maschinensaal des ITZ

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Projekt "eCampus"

Ziele

Eine Konsolidierung von zum Teil redundanten Angeboten, eine gute Integration aller bestehenden Systeme in einem Portal, ein einfacher, übersichtlicher Zugang zu den E-Learning Werkzeugen, eine einheitliche Nutzerverwaltung sowie technisch den Anschluss an die Entwicklung der vergangenen Jahre im E-Learning (wieder) herzustellen.

Beschreibung

Täglich besuchen rund 12.000 Studierende die E-Learning-Systeme der MLU. Lehrende und Studierende tauschen etwa 40.000 Dokumente pro Semester darüber aus. Studierende absolvierten bereits mehr als 7.500 Onlineprüfungen. Über 2.000 Lehrveranstaltungen wurden bisher aufgezeichnet und digital zur Verfügung gestellt.

Im Jahr 2005 wurde bereichsübergreifend die Lernplattform Stud.IP an der MLU eingeführt. Diese dient dem Organisieren von Veranstaltungen und bietet Möglichkeiten zum kollaborativen Arbeiten und Bereitstellen von veranstaltungsbegleitenden Materialien. Im Jahr 2006 wurde das Angebot im E-Learning-Bereich durch das Lernmanagementsystem ILIAS erweitert, mit dessen Hilfe ergänzende Inhalte wie Selbsttests und Lernmodule angeboten werden können.

Gemeinsam mit dem @LLZ wurde seit 2012 das bestehende Angebot an Werkzeugen erweitert. Insbesondere das Aufzeichnen von Vorlesungen und das Durchführen von Online-Tests standen dabei im Fokus. Neben der Einführung neuer Angebote hat das Engagement des @LLZ zu einer deutlichen Zunahme und Professionalisierung der Nutzung der bisherigen E-Learning-Werkzeuge durch Lehrende und Studierende geführt, so wurden bisher rund 350 multimediale Lehrprojekte realisiert.

Diese Bemühungen schlagen sich in einer Platzierung der MLU im Spitzenfeld deutscher Universitäten im E-Learning-Umfeld nieder. In der zuletzt veröffentlichten Studie „Lernen mit digitalen Medien aus Studierendenperspektive“ des Gemeinnützigen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) findet sich die MLU deutschlandweit gleich an mehreren Stellen auf den vordersten Rängen bei der Nutzung medialer Lernangebote.

Im gleichen Zeitraum hat die geringe personelle Untersetzung des Bereichs E-Learning im ITZ mit lediglich einer Stelle zu einem wachsenden Ungleichgewicht zwischen organisatorischer und technischer Entwicklung geführt. Viele der zahlreichen neuen Werkzeuge und technischen Verbesserungen in dieser Zeit waren nur dank der Unterstützung durch interne (@LLZ) oder externe Partner möglich.

Nützliche neue Werkzeuge wie z.B. Opencast zur Bereitstellung von Vorlesungsaufzeichnungen mit eigener und losgelöster Nutzerverwaltung stehen so neben gewachsenen Systemen wie Stud.IP und ILIAS. Die relativ starre Verbindung dieser zwei zentralen Lernplattformen wird den Anforderungen an die E-Learning-Szenarien der Lehrenden nicht mehr gerecht. Und auch die Pflege der Systeme, die zum Teil auf völlig unterschiedlichen Technologien basieren, ist derzeit recht aufwendig.

Die aus verschiedenen Softwaresystemen historisch gewachsene Systemstruktur kann nicht durch ein einziges, neues System hinreichend ersetzt werden. Gerade mit Blick auf individualisierte Lehr- und Lernformen ist immer von einer Vielfalt an Softwarelösungen auszugehen, die zudem noch ständigen Änderungen und Anpassungen unterliegen. Von technischer Seite folgt daraus, dass eine Verknüpfung der bestehenden Systeme im Vordergrund stehen muss.

Im Rahmen des Projekts eCampus soll ein Portal die Lernmanagementsysteme Stud.IP und ILIAS, das Vorlesungsaufzeichnungssystem Opencast, die Weblog-Software Wordpress und die Cloud-Software onwCloud in einen virtuellen E-Learning Campus verbinden.

Perspektivisch geht es um die Schaffung sogenannter Persönlicher Lernumgebungen (PLE) mit individualisierbaren Arbeitsoberflächen, an denen die Informationsangebote und Arbeitsaufgaben systemübergreifend vorliegen und bearbeitet werden können. Das vorliegende Projekt versteht sich als eine zwingend notwendige Vorstufe auf diesem Weg.

Organisation

Das Projekt E-Campus wird durch die Abteilung Anwendungssysteme des IT-Servicezentrums (ITZ) realisiert. Andere Bereiche des ITZ (unter anderem zentrales Identitätsmanagement und Infrastruktur) sowie das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen (@LLZ) sind ebenso am Projekt beteiligt. Der Projektverlauf ist in mehrere Phasen unterteilt und soll 2020 abgeschlossen sein.

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